Weihnachtsausstellungen

Dezember 2015 – Weihnachtsausstellung

Weihnachtsausstellung 28. Nov. 2015 bis 28. Feb. 2016

„Flachschnitzereien aus Grünhainichen – Figuren der Firma Emil Helbig“

Die diesjährige Weihnachtsausstellung im Bürsten- und Heimatmuseum Schönheide besteht erstmals aus Leihgaben, und zwar fast ausschließlich aus dem Fundus der Firma Emil Helbig. Diese Ausstellung feierte ihre Premiere bereits im Jahre 2013. Sie wurde anlässlich des 80. Firmenjubiläums im Spielzeugmuseum Seiffen gezeigt.
Der ehemalige Fachschullehrer Emil Helbig gründete im Jahre 1933 im Spielwarendorf Grünhainichen, bekannt auch für die Engel von Wendt und Kühn, seine Firma für Kunstgewerbliche Schnitzerei. Als „marxistisch gesinnt“ eingestuft, wurde er davor von den Nazis aus dem Dienst an der Gewerbeschule entfernt und am 17 März inhaftiert. Nach der Entlassung aus dem KZ Sachsenhausen war er gezwungen, sich eine neue Tätigkeit zu suchen. So entschloss er sich, den schwierigen Weg in die Selbstständigkeit zu gehen. Zunächst wurden Spielzeuge wie Steckenpferde oder Fahrtiere, später Auftragsarbeiten wie Leuchter, Krippen oder Pyramiden gefertigt. 1935 stellte die Firma erstmals auf der Leipziger Messe aus, mittlerweile auch bereits mit einem großen Sortiment an geschnitzten Figuren. Die Spezialisierung auf die später für Helbig typischen Flachschnitzereien entstand durch ein Unglück. Bei der Lieferung von 100 Stück „Weißer Hirsch mit Blumenkind“ zerbrachen alle Hirsche, nur das flachgeschnitzte Blumenkind blieb heil. So baute man nach überstandenen Finanzproblemen das Sortiment an Miniaturfiguren beständig aus – Tiere, Kinder, Zwerge, Krippenfiguren, Engel, Weihnachtsmann, auch als kleine Szenerien. Geschnitzt mit wenigen, präzisen Schnitten, dezent und doch farbenfroh bemalt sind die Helbigfiguren nahezu einmalig und haben einen hohen Wiedererkennungseffekt.
Der dadurch bedingte wirtschaftliche Erfolg, zum Teil mit fast 40 Mitarbeitern, hielt auch nach dem Ende des 2. Weltkriegs an. Mittlerweile hatte der Sohn Walther die Leitung übernommen. 1972 wurde die Firma zwangsverstaatlicht, Walther Helbig blieb als Betriebsleiter. 1991 gründete er mit 72 Jahren die Firma neu. Seine Tochter Bettina Bergmann stieg damals ebenfalls in die Firma ein und führt sie bis heute weiter.
Zu sehen sind neben den bereits beschriebenen Figuren auch Pyramiden, Krippen und bildhauerische Arbeiten, z.B. aus Emil Helbigs Zeit als Modelleur in der Porzellanmanufaktur Meissen.

Das gesamte Museum ist weihnachtlich geschmückt.
Eine große Gartenbahn dreht ihre Runden.

 

Dezember 2014 – Weihnachtsausstellung

Weihnachtsausstellung vom 29. Nov. 2014 bis 22. Feb. 2015

„Puppenstube, Kaufmannsladen, Pferdestall – Spielzeug im Gehäuse“

Die diesjährige Weihnachtsschau widmet sich besonders diesen typischen Spielzeugen der Advents- und Weihnachtszeit.

Spielzeug war für Kinder früherer Generationen meist etwas Besonderes, das oft nur in der Zeit von Mitte Dezember bis Anfang Januar aufgetragen wurde. So gehörte dieses „Spielzeug im Gehäuse“ häufig genauso selbstverständlich zur Weihnachtsstube wie Tannenbaum, Pyramide und Weihnachtsberg. Wer es sich leisten konnte, bestellte ein Gehäuse oder einen Stall beim Tischler oder kaufte ein industriell gefertigtes Stück, zum Beispiel von der Marienberger Firma Gottschalk, die ihre ausgezeichneten Produkte bis nach Amerika lieferte.

Die meisten Kinder waren aber darauf angewiesen, dass Vater, Großvater oder Onkel über genügend handwerkliches Geschick verfügten, um einen Kaufmannsladen, eine Puppenstube oder einen Pferdestall selbst zu bauen. Entsprechendes Zubehör wurde entweder selbst hergestellt, häufig aber auch gekauft. So gab es dann jedes Weihnachten etwas Kleines dazu: ein Püppchen oder einen Küchenherd aus Blech, einen Zugochsen mit Wagen oder eine neue Kasse für den Kaufmannsladen.

Die Ausstellung zeigt nun eine kleine Auswahl an Puppenstuben, Kaufmannsläden, Burgen, Pferdeställen und Bauernhöfen sowie zahlreiches Zubehör wie Öfen, Nähmaschinen und Waschutensilien, vor allem aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Besondere Exponate sind dabei unter anderem das große Puppenhaus aus den 1950iger Jahren, gebaut von Karl Müller, ein Verkaufsschrank mit Miniatur-Stickereimustern der Firma Hermann Bodo, Eibenstock, um 1900 oder eine Burg aus dem mittleren Erzgebirge, entstanden um 1890.

Wie jedes Jahr ist das Museum weihnachtlich mit Pyramiden, Weihnachtsberg, Fensterbretteln und Weihnachtsfiguren geschmückt. Auf die jüngsten Besucher wartet wieder eine Spieleisenbahn. Zur Eröffnung zum „Schennhaader Advent“ gibt es Handwerksvorführungen, zum Abschluss Ende Februar werden die historischen Dampfmaschinen angeheizt.

Dezember 2013 – Weihnachtsausstellung

Weihnachtsausstellung vom 30. Nov. 2013 bis 23. Feb. 2014

„Dr Himmel is e Lichterbung“

Außerdem erstmalig eine Pflaumentoffel-Schau!

Advents- und Weihnachtsleuchter des Erzgebirges, dazu Weihnachtsstube, Spielzeug, Eisenbahnanlage u. v. m.

Deckenleuchter und Leuchterfiguren aus dem Erzgebirge und dem Vogtland bilden in diesem Jahr das Hauptthema der Weihnachtsausstellung im Bürsten- und Heimatmuseum Schönheide.
Angeregt durch prachtvolle Exemplare in Kirchen oder Herrschaftshäusern begann im 19. Jahrhundert auch das einfache Volk, sich für Fest- und Feiertage schöne Leuchter oder lichttragende Figuren anzuschaffen. Möglich wurde dies vor allem durch die Verbreitung von erschwinglichen Paraffin- und Stearinkerzen ab etwa 1850. Die Advents- und Weihnachtszeit spielte dabei in der hiesigen Region eine ganz besondere Rolle. Der überwiegende Teil dieser festlichen Leuchter dürfte wohl nur in dieser Zeit zum Einsatz gekommen sein.
Die Vielfalt in Form, Gestaltung und Material ist dabei sehr reichhaltig. Bei den Deckenleuchtern gibt es Spinnenleuchter, Kettenleuchter, Kranzleuchter und Deckenpyramiden. Eine Zwischenform zu den Leuchterfiguren stellt der Schwebeengel dar.
Stehende Leuchterfiguren begegnen uns zumeist als Engel und Bergmann, aber auch als Türke, Weihnachtsmann, Moosmann oder „Wattpupp“.
In der diesjährigen Ausstellung wird nun beides gezeigt: Deckenleuchter und Leuchterfiguren, Letztere auch Lichterträger genannt. Zu sehen sind Spinnenleuchter mit einer Mittelspindel aus Gusseisen (Schönheiderhammer), Messing und gedrechseltem Holz. Einer davon ist besonders bunt gestaltet und mit Krippenfiguren bestückt. Mit Figuren bestückt Vorschlag: dekoriert sind außerdem verschiedene Kranzleuchter und Deckenpyramiden. Kettenleuchter aus böhmischen Glasperlen werden ebenso gezeigt wie ein besonderes Einzelstück – ein vermutlich von einem Schönheider Schwarzblechklempner gefertigter Leuchter mit ähnlichem Aufbau. Dieser Leuchter wurde im 20. Jh. elektrifiziert und golden lackiert, nach der Restaurierung zeigt er sich wieder in seiner ursprünglichen, volkskünstlerischen Farbigkeit.
Die Bandbreite der Lichterträger ist ebenso vielgestaltig: Neben geschnitzten Bergleuten stehen gedrechselte Engel und Bergleute aus dem Seiffener Raum, Massefiguren aus Annaberg, „Wattpuppen“ aus Crottendorf und Schöneck und Moosmänner aus dem Vogtland.
Einige Figuren haben ihren Ursprung auch in Schönheide.
Einen zweiten Schwerpunkt dieser Ausstellung bildet der Pflaumentoffel. Diese heute vor allem vom Dresdener Striezelmarkt bekannte Figur hat in Süd- und Mitteldeutschland bereits eine lange Tradition in der vorweihnachtlichen Zeit. Berühmt wurde diese Figur auch durch ein Bild von Ludwig Richter – Kinder von armen Leuten verkaufen auf dem Striezelmarkt Pflaumentoffel oder auch Pflaumenfeuerrüpel. Diese Feuerrüpel waren meist Kinder, die als Gehilfen der Schornsteinfeger in die Kaminschlote krochen. Die Figur galt damals wie heute als Glücksbringer.
Darüber hinaus ist natürlich wieder im ganzen Museum Weihnachten: Pyramiden, Weihnachtsberg, altes Spielzeug, Weihnachtsstube und Laden……
Dieses Jahr sind auch zum wiederholten Male eine große LGB-Eisenbahnanlage zum Zuschauen und eine kleine zum Mitspielen aufgebaut.
Am Eröffnungswochenende zum „Scheenhaader Advent“ zeigen – wie in jedem Jahr –  Handwerker ihr Können und zum Abschluss im Februar gibt es wieder das beliebte Dampftreffen.

Dezember 2012 – Weihnachtsausstellung

Weihnachtsausstellung vom 1. Dez. 2012 bis 24. Feb. 2013.

Unsere diesjährige Weihnachtsausstellung steht unter dem Motto ‚Bunt bedruckt‘. Krippen, Karten, Kalender, Sterne – Weihnachtliches aus Pappe und Papier.

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