Author : bhsadmin

Februar 2024 – Dampfwochenende

Dampfwochenende am 24./25. Februar 2024, 13°°-18°° Uhr

Wer als Vorführender teilnehmen möchte, kann sich per E-Mail oder telefonisch unter 0173/9055114 anmelden.

Dezember 2023 – Weihnachtsausstellung

Spielzeug mit Strom

Weihnachtsausstellung vom 2. Dez. 2023 bis zum 2. Feb. 2024, geöffnet ist die Ausstellung jeweils samstags, sonntags, feiertags von 13-18 Uhr.

 

 

 Freuen Sie sich auf:

Eisenbahnen, Autos, Baukästen und Elektro- Bastelarbeiten, Miniatur-Haushaltgeräte, elektrisches Puppenstubenzubehör, Spiele, Film-Projektoren, Trafos, Fahrregler, Motoren …

April 2023 – 200 Jahre Bürstenherstellung

200 Jahre Bürstenherstellung rund um den Kuhberg

Jahresausstellung vom 8. Apr. bis zum 15. Okt. 2023.

Geöffnet ist die Ausstellung jeweils sonntags von 13-18 Uhr

 

 

Die neue Sonderschau im Bürsten- und Heimatmuseum Schönheide betrachtet einzelne Aspekte zum Thema Bürstenherstellung eingehender, zum Beispiel die Anfänge im Ascherwinkel oder den Hausierhandel. Dabei werden Leihgaben und neuere Zugänge aus dem Museumsfundus gezeigt, z.B. Briefköpfe aus den 1890iger Jahren, geschnitzte Bürstenmänner oder eine Scherzpostkarte „Wer Bürsten will, muß klingeln“ aus den 1920er Jahren.

In seinem Buch „Heimatkunde und Geschichte von Schönheide, Schönheiderhammer und Neuheide“ von 1907 nennt der Lehrer und Heimatforscher Ernst Flath das Jahr 1823 als Beginn der Bürstenherstellung in Schönheide. Vermutlich wurde ihm diese Jahreszahl bei Gesprächen mit den Nachfahren der ersten Bürstenmacher genannt. Ein Dokument, welches dies belegen könnte, hat sich bis heute nicht gefunden. Als „Bahnbrecher“ dieses später für die Region so bedeutenden Gewerbes bezeichnet Flath die im Ascherwinkel ansässigen Gottlieb Henneberger und Christian Friedrich Flemming. Letzterer ließ sein noch sehr bescheidenes Unternehmen 1831 in das Register der Handelskammer Plauen eintragen. Damit liegt dann auch der früheste urkundliche Beleg vor, der wiederum das Jahr 1823 als Zeitpunkt der ersten Versuche im Bürstenmachen glaubhaft erscheinen lässt.
In ärmlichen Verhältnissen lebend, meist ungelernt und mit einfachen Hilfsmitteln gestartet, schafften es die erfolgreichsten unter den ersten Bürstenherstellern und Händlern um 1850, ihr Gewerbe auf einen sicheren Stand zu heben. Mittlerweile hatten auch Stützengrüner und Rothenkirchner das Bürstenmachen für sich entdeckt. Der endgültige Durchbruch kam dann nach der Einführung der Gewerbefreiheit in Sachsen 1861. Zum Marktführer und schließlich größter Bürstenfabrik Europas wurde dabei die Firma Flemming.
Das 20. Jahrhundert brachte neben technischem Fortschritt zahlreiche Einschnitte: Bürstenarbeiterstreik 1906/07, Kriege, Weltwirtschaftskrise, sozialistische Planwirtschaft und nach 1990 wieder der Sprung in die Marktwirtschaft.

Februar 2023 – Dampfwochenende

Dampfwochenende am 25./26. Februar 2023, 13°°-18°° Uhr

Zum Abschluss der Weihnachtsausstellung werden wieder Dampfmaschinen, Heißluftmotoren, Eisenbahnen … vorgeführt.

Hier einige Impressionen:

Dezember 2022 – Weihnachtsausstellung

Oh Tannenbaum

Weihnachtsausstellung vom 26. Nov. 2022 bis zum 26. Feb. 2023, geöffnet ist die Ausstellung jeweils samstags und sonntags von 13-18 Uhr

 

 

 

Interessantes rund um Christbaum, Christbaumschmuck, Christbaumständer, künstliche Bäume und Beleuchtung.

Außerdem: Weihnachtsstube, LGB- Modellbahnanlage

Das Aufstellen eines Weihnachtsbaumes – auch Tannenbaum oder Christbaum genannt – ist wohl einer der ältesten Weihnachtsbräuche Mitteleuropas. Erste urkundliche Erwähnungen stammen aus dem frühen 16. Jahrhundert und finden sich im Gebiet Elsass/Oberrhein. Ab dem 18. Jahrhundert wurde er auch in Mitteldeutschland bekannt, zunächst besonders in den Städten.  Etwa hundert Jahre später hatte er die ländlichen Gegenden erobert, außerdem Länder im Westen und Norden Europas. Schließlich brachten ihn deutsche Auswanderer nach Amerika.

Die Ausstellung zeigt verschiedene „echte“ und auch alte künstliche Tannenbäume.

Interessant dürften dabei der hängende Weihnachtsbaum – meist aus Platzgründen in den Stuben der einfachen Leute bei uns verbreitet – oder zwei fast 100 Jahre alte künstliche Bäumchen aus Gansfedern sein.
Zwei Vitrinen zeigen Lauschaer Glasschmuck. Dieser entstand erstmals um 1850 im thüringischen Glasbläserdorf Lauscha und eroberte ab Ende des 19. Jahrhunderts die Weihnachtswelt.
Daneben sind alter und neuer Christbaumschmuck aus Holz, Watte oder Klöppelspitze zu sehen. Außerdem zeigt die Schau alte Christbaumständer aus Holz oder Eisen und zwei Ständer mit Spieluhr, sowie Kerzen, Kerzenhalter und elektrische Beleuchtungen.
Ein besonderer Anziehungspunkt der Weihnachtsausstellung ist wieder eine mit heimatlichen Motiven aufgebaute LGB-Modellbahnanlage.

August 2022 – Historisches Handwerk erleben

Sonnabend, 20. August 2022 ab 12°° Uhr

 

Handwerker und Mitglieder des Heimatgeschichtsvereins demonstrieren traditionelle  Arbeitstechniken.

'Grulicher Schnitzer' Oldrich Cech

Teilnehmer:

Außerdem
werden Zinnfiguren bemalt, Bäume aus gestanzten Pappsternen gefertigt, Linolschnitt gezeigt und Seifen angeboten. Für Kinder sind ein Karussell und eine Hüpfburg aufgebaut… und die Garteneisenbahn ist in Betrieb.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt!
An unserem Stand gibt es Kaffee&Kuchen, Bier, Limo und Roster.

Neben dem Museum startet die mittlerweile 3. Weinwanderung durch Schönheide!
Hier kann man Wein und Fisch probieren.

Mai 2022 – Automobilkonstrukteur Louis Tuchscherer

„Geboren in Schönheide“ – Automobilpionier Louis Tuchscherer

175. Geburtstag und 100. Todestag des Konstrukteurs Louis Tuchscherer

Fotos und Dokumente: Schloßbergmuseum Chemnitz

In den letzten Jahrzehnten kam es immer wieder einmal dazu, dass der in Schönheide geborene und in Chemnitz lebende Louis Tuchscherer als Erfinder des Automobils bezeichnet wurde. Ein unbekannt gebliebenes Genie, welches aus seiner Pioniertat weder Ruhm noch Reichtum ziehen konnte. Dies taten andere, Carl Benz, Gottlieb Daimler… Doch war dem wirklich so? 

Nachdem sich über viele Jahre die Legende aus einem Jugendbuch der 1950iger Jahre gespeist hatte, erforschte in den 2010er Jahren der Chemnitzer Eberhard Kressner das Thema noch einmal gründlich und nach allen Seiten. Sein Fazit: Louis Tuchscherer hat bereits Ende des 19. Jahrhunderts ein funktionstüchtiges Automobil gebaut. Das Jahr 1880 für die erste Fahrt Tuchscherers mit seinem Auto durch Chemnitz lässt sich nicht belegen und erscheint in vielerlei Hinsicht als unrealistisch. Das älteste Dokument, ein Foto aus der Zeit um 1894/1895, stammt wohl auch aus der Zeit der ersten Fahrten. Damit wäre Tuchscherer, der in Chemnitz eine mechanische Werkstätte betrieb, dennoch der Erste, der in Sachsen ein fahrfähiges Automobil mit Verbrennungsmotor baute.
Dies ist dem Bürsten- und Heimatmuseum Schönheide Anlass genug, dem Tüftler und Automobilpionier Louis Tuchscherer eine Sonderausstellung zu widmen.
Gezeigt werden Dokumente wie Fotos, Patenturkunde und Werbekarte, dazu ein beim Abriss seiner Werkstatt gefundener Verbrennungsmotor und ein von ihm konstruierter Holzspalter, beides erstmals in einer Ausstellung zu sehen. Ergänzt wird die Schau durch eine kleine Übersicht über den Kraftfahrzeugbau in Sachsen.

Der YouTube-Kanal ‚Wandern mit Herz‘ nahm die Ausstellung zum Anlass auf Spurensuche zu gehen. Das Ergebnis: Ein Film über die Ausstellung und unser Museum.

Eigens für das Jubiläum hat der Heimatgeschichtsverein beim Seiffener Spielzeugmacher Reiner Flath ein Tuchscherer-Auto in Miniatur anfertigen lassen. Dieses ist an der Museumskasse erhältlich, ebenso wie das Buch zu Louis Tuchscherer von Eberhard Kressner.

Tuchscherer-Auto

Seiffener Miniatur im Maßstab 1:220 dem Original nachempfunden vom Spielzeugmacher Reiner Flath

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